Gregor Pabst ist seit 1999 bei der Deutschen Rück und inzwischen als Underwriter
für Entscheidungen verantwortlich, von deren Tragweite er zu Beginn seiner Karriere nicht mal
geträumt hätte. Da liegt es nur nahe, dass wir ihm keine Seminare vorschreiben, sondern er selbst
am besten weiß, welche Weiterbildungen für seinen Job Sinn machen.
Gregor Pabst hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt. Nach dem Abi,
einigen Monaten in den USA und vier Jahren Offizierslaufbahn, startet er seine Karriere als
Außendienstler einer Versicherung. Schnell wurde ihm klar, dass ihm das nicht reichen würde und er
hängte ein betriebswirtschaftliches Studium dran.
„Die Deutsche Rück hat keinen Weiterbildungskatalog:
Hier kann man die Seminare besuchen,
die man selbst für richtig und wichtig hält.“
Heute ist er als Underwriter verantwortlich für die Beteiligung an fakultativen Risiken. Das
heißt: Risiken, die wegen ihrer Größe oder Art separat zu betrachten sind – insbesondere die
Feuerversicherung von Industriebetrieben, Kraftwerken oder Kliniken. Dazu muss beurteilt werden,
wie das Objekt geschützt ist, welche Schadenhistorie es hat und ob der Prämiensatz dem Risiko
entspricht oder ob noch andere Rückversicherer herangezogen werden sollen. Und dann kommt, was
seinem Job den Namen gab: mit der Unterschrift bestätigt er dem Erstversicherer die Annahme.
Die Fakultative Abteilung ist dabei quasi so etwas wie die Erstversicherung des
Rückversicherers. Im Spartenmanagement unterstützt er die Erstversicherungs-Kunden bei ihrer
täglichen Arbeit, etwa bei der Analyse von besonderen Versicherungsbedingungen oder anderen
versicherungstechnischen Fragen. Dieser Service wird ebenso auch intern in Anspruch genommen. Und
als „Ohr am Markt“ ist er dafür verantwortlich, neue Entwicklungen und Tendenzen
aufzunehmen und die Vertrags-Kollegen auf veränderte Gefahren hinzuweisen. Dabei kommt bei all
diesen Aufgaben eins garantiert nicht auf: Langeweile.