Sicherheits-Bewusstsein der Deutschen nimmt leicht zu
Einbruchschutz für Haus und Wohnung
Düsseldorf, 6. August 2008 - Beinahe alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen.
Trotzdem treffen nach wie vor zu wenige deutsche Haushalte Sicherheitsmaßnahmen gegen
Langfinger. Das ergab die jährliche Umfrage der psychonomics AG im Auftrag des Verbands
öffentlicher Versicherer. Zwar sank die Zahl derer, die überhaupt keine Maßnahmen ergreifen, auf 55
Prozent (2007: 61 Prozent). Doch damit schützt nicht einmal jeder Zweite seine Wohnung oder sein
Haus vor ungebetenen Gästen. „Dabei kann oft schon mit geringem Aufwand große Wirkung erzielt
werden“, erklärt Ralf Meyer, Schadenverhütungsexperte vom Verband öffentlicher Versicherer in
Düsseldorf. Denn entscheidend sei die Zeit, die der Täter braucht, um in ein Haus zu kommen.
Schafft er es nicht innerhalb von fünf Minuten, lasse er oft von seinem Vorhaben ab.
Am häufigsten sichern die Befragten Terrassentüren und Fenster: Die Zahl der Haushalte, die
letztere mit abschließbaren Griffen versehen, stieg auf 15 Prozent (2007: 12 Prozent).
„Wichtig ist es jedoch, in einem Einfamilienhaus alle Eingänge gleichermaßen gut zu
sichern“, erklärt Meyer, „da hilft es nur wenig, wenn zwar die Fenster gesichert sind,
die Keller- oder Eingangstüre sich aber einfach aufhebeln lässt.“ Verbessern lässt sich der
Einbruchschutz bei Haus- und Wohnungstüren auf verschiedene Arten: angefangen bei einem einfachen
Türspion bis hin zur Installation einer kostspieligen Videoüberwachung. Doch jede Tür ist nur so
sicher wie ihr schwächstes Bauteil. Ein massiver Sperrbügel ist nutzlos, wenn sich Bänder und
Scharniere leicht lösen lassen. „Man kann dem Einbrecher das Leben mit verschiedenen
Schutz-Vorrichtungen schwer machen,“
so der Experte weiter. „Dazu gehört nicht nur die Sicherung der Türen: Schon ein
einfacher Bewegungsmelder, der das Licht im Hof anschaltet, sorgt dafür, dass der Dieb sich nicht
im Schutz der Dunkelheit an Haustüren zu schaffen macht.“
Wohnungen schlechter geschützt
Die Befragung des Verbands ergab außerdem, dass der Einbruchschutz oft mit den
Eigentumsverhältnissen an der Immobilie und der Lage der Wohnung zusammenhängt. Eigenheime werden
am besten geschützt, Wohnungen im Erdgeschoss häufiger gesichert als Wohnungen in oberen Etagen.
Dabei nimmt das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, nicht mit der Etagenzahl ab. Hat sich der
Einbrecher erst einmal Zugang zum Hausflur verschafft, macht es keinen Unterschied mehr, ob die
Wohnungstür im Erdgeschoss oder im dritten Stock liegt. „Wohnungstüren sollten deshalb immer
mit Sicherheitsschlössern geschützt werden“, rät Meyer. „Genau wie Balkontüren in
oberen Etagen. Denn auch ein nahe am Haus stehender Baum kann schnell zur Einbruchshilfe werden.
Außerdem verhindern Gegensprechanlagen, dass sich jeder schnell Zugang zum Haus verschaffen
kann.“
Gute Beratung ist gefragt
Das Angebot an Schutzmechanismen ist also vielfältig, dem Laien fällt die Wahl oft schwer.
Helfen kann hier eine Beratung der örtlichen Kriminalpolizei oder die des Versicherers. Den
anschließenden Einbau der Sicherheitssysteme sollte man dem Fachmann überlassen. Danach aber gilt
wie zuvor: Vorsicht ist geboten. Kein noch so gutes Schloss hilft, wenn Türen oder Fenster beim
Verlassen der Wohnung nicht geschlossen werden. Meyer: „Fenster sollte man grundsätzlich
nicht gekippt stehen lassen – auch wenn man nur für fünf Minuten zum Bäcker geht.“
Steht das Haus im Urlaub leer, sollten Nachbarn zudem regelmäßig den
Briefkasten leeren und die Rollläden rauf und runter lassen. Links zu weiteren Informationen
und kompetenten Ansprechpartnern gibt es
unter
www.versicherungen-der-sparkassen.de
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