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Presse-Informationen 02.07.2009

Presse-Informationen 02.07.2009
Presse-Informationen 02.07.2009

Sparkassenversicherer zeigen sich krisenfest

Gruppe öffentlicher Versicherer 2008

  • Wachstum in allen drei Sparten auf über 16,6 Mrd. € Bruttobeitragseinnahmen
  • Starkes Neugeschäft in der Lebensversicherung
  • Gutes versicherungstechnisches Ergebnis in der Schaden- und Unfallversicherung
  • Trotz Finanzkrise eine halbe Milliarde Euro Gewinn vor Steuern erwirtschaftet

Düsseldorf, 2. Juli 2009 – Trotz der Finanzkrise zieht die Gruppe der öffentlichen Versicherer positive Bilanz für das Jahr 2008. In allen drei Sparten erzielte sie ein Beitragswachstum und steigerte ihre Bruttobeiträge um 1,2 % auf über 16,6 Mrd. €. Die zum Sparkassenverbund gehörende Gruppe erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern von einer halben Milliarde Euro.

"Vor dem Hintergrund eines schadenintensiven Jahres und allem voran einer Finanzkrise, wie ich sie während meiner langen Berufstätigkeit bisher noch nicht erlebt habe, kann die Gruppe mit ihrem Geschäftsergebnis von einer halben Milliarde Euro Gewinn vor Steuern zufrieden sein", sagte Friedrich Schubring-Giese, Vorsitzender des Verbands öffentlicher Versicherer, auf der Jahrespressekonferenz der Gruppe in Düsseldorf. Am stärksten wuchsen die Krankenversicherer der Gruppe. Sie steigerten ihre Bruttobeitragseinnahmen um 3,5 % auf nahezu 1,85 Mrd. €. In der Lebensversicherung schafften die Öffentlichen nach einem Beitragsabrieb im Vorjahr den Sprung zurück auf die Plusseite und steigerten ihre Beitragseinnahmen um 0,4 % auf 7,72 Mrd. €. Die Beitragseinnahmen der öffentlichen Schaden- und Unfallversicherer stiegen um 1,4 % auf rund 7,1 Mrd. €, während die Branche mit einem Plus von 0,2 % auf der Stelle trat. Insgesamt haben die Sparkassenversicherer ihren Marktanteil um 0,1 Prozentpunkte auf 10,4 % ausgebaut. Sie sind als Gruppe nach wie vor die zweitstärkste Kraft im deutschen Erstversicherungsmarkt.


Stabil trotz turbulentem Marktumfeld

Dass der Gewinn vor Steuern trotz guter Kostenquoten und eines positiven versicherungstechnischen Ergebnisses in der Schaden- und Unfallversicherung hinter den Vorjahren zurück blieb, ist auf die Entwicklung der Kapitalanlagen zurückzuführen. Der Kapitalanlagebestand der öffentlichen Lebensversicherer lag Ende des Jahres 2008 bei rund 78 Mrd. €, die Nettoverzinsung bei 2,76 %. Die laufende Durchschnittsverzinsung war mit 4,53 % annähernd auf dem Niveau des Gesamtmarkts, ebenso die Quoten für Eigenkapital, Eigenmittel und Sicherheitsmittel. Schubring-Giese: "Ich sehe deshalb – trotz des turbulenten Marktumfelds – die öffentlichen Lebensversicherer insgesamt in einer stabilen Situation."


Ausblick Geschäftsjahr 2009

Im laufenden Geschäftsjahr rechnen die öffentlichen Lebensversicherer zwar mit einem gedämpften Neugeschäft, aber dennoch mit einem anhaltenden Trend zu Rentenversicherungen. Lebensversicherer hätten nach wie vor eine Alleinstellung, so Schubring-Giese. Nur sie böten langfristige Sicherheit auf das eingezahlte Kapital bei gleichzeitiger Garantie für das Alter. "Unsere Kunden wollen und bekommen 'Brot und Butter-Produkte' – einfach zu verstehen und mit einer ganz simplen, aber wichtigen Funktion: Absicherung für das Alter." Im ersten Quartal stiegen die Vertragszahlen um 4,0 %, der Neubeitrag um 81 %. Die Versicherungssumme sank um 5,7 %, die der Branche um mehr als 20 %.

In der Krankenversicherung hält trotz der Drei-Jahres-Wechselfrist die starke Nachfrage nach Vollversicherungen an. Hier erzielte die Consal bis Ende April im bereinigten Neugeschäft einen Zuwachs von über 32 %.

In der Schaden- und Unfallversicherung erwarten die Sparkassenversicherer wegen der angespannten Wettbewerbssituation nur ein leichtes Beitragswachstum. Im ersten Quartal verzeichnete die Gruppe in der Kraftfahrtversicherung ein Beitragsminus, das jedoch unter dem der Branche liegt. In allen anderen Sparten erzielten die Öffentlichen ein Beitragsplus über dem Marktschnitt.


Das Jahr 2008 im Einzelnen: Starkes Neugeschäft in Leben

Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen der öffentlichen Lebensversicherer wuchsen um 0,4 % auf 7,72 Mrd. €. Einen deutlichen Effekt hatte der Ablauf der 5-plus-7-Verträge, den die Gruppe durch ein gutes Neugeschäft 2008 teilweise ausgeglichen hat. Das Neubeitragsvolumen lag bei 2,04 Mrd. €, und die Versicherungssumme stieg um 9,1 % überdurchschnittlich stark auf 18,78 Mrd. € an. Wie der Markt so verzeichnete auch die Gruppe einen Rückgang bei der Anzahl der neuen Verträge; sie belief sich auf 851.000 Stück. Der Bestand stieg um 1,4 % auf 8,59 Mio. Verträge mit einer Versicherungssumme von 207,5 Mrd. €. Die Stornoquote lag mit 4,65 % weiterhin deutlich unter dem Marktschnitt von 5,49 %, ebenso die Verwaltungskostenquote mit 2,23 %.


Anzahl der Vollversicherten in Kranken steigt

Ein überdurchschnittliches Wachstum erzielten die Krankenversicherer der Gruppe. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 3,5 % auf 1,85 Mrd. €. Beitragsanpassungen spielten keine Rolle. Mit rund 1,81 Mrd. € haben die Unternehmen der Consal – die Bayerische Beamtenkrankenkasse AG und die Union Krankenversicherung AG – den größten Anteil. Sie sicherten sich zusammen einen Marktanteil von fast 6 %. Das policierte Neugeschäft der Consal summierte sich auf nahezu 169 Mio. €. Trotz erschwerter Zugangsbedingungen stieg die Zahl der Vollversicherten um 1,4 % auf 486.000. Ende des Jahres waren rund 2,7 Mio. Personen bei den Consal-Unternehmen versichert.


Öffentliche Schaden- und Unfallversicherer wachsen überdurchschnittlich

In der Schaden- und Unfallsparte schaffte die Gruppe ein Plus von 1,4 %, der Gesamtmarkt nur eines von 0,2 %. Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen auf nahezu 7,1 Mrd. €. Insgesamt führte die Gruppe rund 37 Mio. Verträge im Bestand. Ihr Marktanteil stieg leicht auf 14,2 %; sie steht damit auf Rang zwei im Markt. Die Summe vieler regionaler Unwetter sowie unverändert hohe Belastungen in der Leitungswasserversicherung führte zu einem Schadenaufwand von 5,4 Mrd. €. Die Combined Ratio lag mit 95,3 % auf Branchenniveau. "Unsere versicherungstechnische Rechnung in Schaden-Unfall fiel mit einem Plus von gut 184 Mio. € deutlich erfreulicher aus als noch im Vorjahr, als wir insbesondere wegen Kyrill einen Verlust ausweisen mussten", sagte Schubring-Giese.

Stärkste Sparte war die Sachversicherung, in der die Gruppe mit einem Marktanteil von 24,2 % Marktführer ist. In der HUK-Versicherung sanken die Bruttobeitragseinnahmen leicht um 0,9 %, was vor allem auf den anhaltenden Preiskampf in der Kraftfahrtversicherung zurückging. Dort verzeichneten die Öffentlichen einen nahezu branchenkonformen Beitragsrückgang von 2,4 Prozent, hielten aber ihren Marktanteil mit 10,7 % auf Vorjahresniveau. In der Allgemeinen Haftpflicht- und Unfallversicherung stiegen die Beiträge hingegen. In der Rechtsschutzversicherung schaffte die Gruppe ein Plus von 5,8 % und baute den Marktanteil auf 7,8 % aus. Den größten Anteil mit Bruttobeiträgen von knapp 207 Mio. € erwirtschaftete der gemeinsame Anbieter, die ÖRAG Rechtsschutzversicherung AG.


Deutsche Rück baut Geschäft aus

Trotz der hohen Belastung durch zahlreiche Schäden aus dem Naturgefahren-Bereich erzielte der Deutsche Rück Konzern – die Deutsche Rück AG zusammen mit der Tochtergesellschaft DR Swiss – ein positives versicherungstechnisches Ergebnis von 8,7 Mio. €. Die verdienten Bruttobeitragseinnahmen lagen bei insgesamt 1,04 Mrd. €, was einem Plus von 3,0 % entspricht. Das Beitragswachstum resultierte aus dem Ausbau des Geschäftsvolumens mit den öffentlichen Versicherern sowie dem erfolgreichen Aufbau neuer Kundenbeziehungen in Deutschland und im Ausland. Die Aussichten für die Deutsche Rück seien bei dem aktuell günstigen Marktumfeld positiv, so Schubring-Giese.

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Pressetext und Infomaterialien

Logo zur Verwendung bei PDF-Downloads   Pressemitteilung der Gruppe öffentlicher VersichererPressemitteilung der Gruppe öffentlicher Versicherer
     
Logo zur Verwendung bei PDF-Downloads   Redemanuskript des Verwaltungsratsvorsitzenden Friedrich Schubring-GieseRedemanuskript des Verwaltungsratsvorsitzenden Friedrich Schubring-Giese
     
Logo zur Verwendung bei PDF-Downloads   Folien zur Rede des Verwaltungsratsvorsitzenden

 

Fotos der Pressekonferenz zum Download

Plenum Pressekonferenz 2009
Dr. Harald Benzing, Vorsitzender Versicherungsausschuss Leben, (links)
und Friedrich Schubring-Giese, Verbandsvorsitzender, diskutieren
in Düsseldorf mit den Journalisten.
Foto Plenum Pressekonferenz herunterladen (jpg / 300 dpi / 3,1 MB)

 

Foto Friedrich Schubring-Giese
Friedrich Schubring-Giese präsentierte
die Geschäftsergebnisse der Gruppe
öffentlicher Versicherer für das Jahr 2008
bei der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf.
Foto Friedrich Schubring-Giese herunterladen (jpg / 300 dpi / 2,3 MB)

 

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