Stellungnahme des Verbands öffentlicher Versicherer zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Vorschläge der öffentlichen Versicherer zur Verbreitung der bAV insbesondere in KMU

Über 99 % der 3,65 Millionen Unternehmen in Deutschland beschäftigen weniger als 250 Mitarbeiter und zählen damit zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Rund 14,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten in einem KMU (Quelle: BMAS: Forschungsbericht 444 – Machbarkeitsstudie bAV in KMU (2014)). Zahlreiche Studien belegen, dass die Größe eines Unternehmens stark positiv mit der Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung korreliert. Während in Großunternehmen über 80 % der Beschäftigten eine Anwartschaft erworben haben, sind es in Kleinstunternehmen nur 27% (Quelle: BMAS: Forschungsbericht 429 – BAV 2011). Die Ursachen dieser geringen Verbreitung sind vielfältig und häufig nicht eindeutig. Eine Studie des BMAS identifiziert bspw. eine zu geringe Zeit- und Personalausstattung, aber auch die zu hohe Komplexität des Themas bAV als Ursachen. Eine Stärkung der bAV-Verbreitung ist also mit der Herausforderung verbunden, die über 14 Millionen Beschäftigten der KMU zu erreichen. Wir wollen hierzu einen aktiven Beitrag leisten.

Insofern begrüßen wir das im Koalitionsvertrag festgehaltene Vorhaben der Bundesregierung, Maßnahmen zur Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung insbesondere im KMU-Bereich zu treffen und damit das Armutsrisiko auch für die Arbeitnehmer in diesen Unternehmen zu verringern.

Der Verband öffentlicher Versicherer vertritt die öffentlichen Versicherer, deren Kunden in ganz besonderem Maße kleine und mittlere Unternehmen sind. Wir kennen die Situation dieser Unternehmen sehr gut und haben uns im Bereich der Altersvorsorge eine große Expertise erworben. Daher ist es uns ein Anliegen, uns aktiv mit eigenen ergänzenden Vorschlägen in den Diskussionsprozess einzubringen.

Um schnelle Erfolge im Verbreitungsgrad zu erzielen, wären sicherlich Maßnahmen, die vergleichbar mit der Riesterförderung sind, sehr hilfreich. Aufgrund der budgetären Auswirkungen auf den Bundeshaushalt beschränken sich jedoch unsere Vorschläge in Kapitel 1 zunächst auf solche, die auf eine Erhöhung der Effizienz abzielen und für alle Beteiligten kostenneutral sind. Unsere Vorschläge in Kapitel 2 sehen ergänzend zum kostenneutralen Abbau der bestehenden Hemmnisse einen Ausbau der bestehenden Anreizsystematik vor. Die Bereitschaft der Politik vorausgesetzt, könnte damit die Verbreitung der bAV in KMU noch deutlicher gesteigert werden.

Hier gelangen Sie zur kompletten Stellungnahme.

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