• Neuer Vorstandsvorsitzender Prof. Edgar Bohn präsentiert Geschäftsbilanz 2018
  • Beitragseinnahmen steigen auf 367,7 Mio. Euro
  • Stabiler Jahresüberschuss von 7,3 Mio. Euro trotz höherer Schadenzahlen

Die Versicherungsgruppe BGV/Badische Versicherungen ist im vergangenen Geschäftsjahr besonders stark gewachsen. Sowohl bei den Versicherungsverträgen als auch bei den Beitragseinnahmen konnte der Versicherer deutlich zulegen. Die gebuchten Beiträge wuchsen um 7,1 Prozent auf 367,7 Mio. Euro (2017: 343,5 Mio. Euro) und lagen damit abermals weit über dem Branchendurchschnitt von 3,3 Prozent (Quelle: GDV). Die Zahl der Versicherungsverträge stieg auf 1,8 Mio., ein Plus von 4,3 Prozent (2017: 1,7 Mio.). „Wir haben ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter uns und konnten unseren Marktanteil deutlich ausbauen“, resümierte Prof. Edgar Bohn, seit 1. April 2019 neuer Vorstandsvorsitzender des BGV, bei der heutigen Bilanzpressekonferenz. „Mit dem vorliegenden Ergebnis haben wir unsere Planungen und Erwartungen sogar leicht übertroffen.“

Mehr Schäden als im Vorjahr
Nach dem guten Schadenjahr 2017 hat der BGV 2018 deutlich mehr Schäden verzeichnet. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 14,4 Prozent auf 290,6 Mio. Euro (2017: 253,9 Mio. Euro). „Im Schadenfall zeigt sich die wahre Qualität eines Versicherers. Hier sind wir ein besonders kompetenter und zuverlässiger Partner für unsere Kunden“, unterstrich Prof. Bohn.
Nach Beteiligung der Rückversicherer am Bruttoschadenaufwand betrugen die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung noch 248,5 Mio. Euro (2017: 216,6 Mio. Euro), das entspricht 82,2 Prozent der verdienten Beiträge. Unterm Strich erwirtschaftete der BGV einen Jahresüberschuss von 7,3 Mio. Euro (2017: 10,8 Mio. Euro). Die Combined Ratio (Netto), das Verhältnis der Aufwendungen für Schadenfälle und Versicherungsbetrieb zu den Beitragseinnahmen, liegt mit 97,9 Prozent etwas über dem Branchenschnitt (96 Prozent; Quelle: GDV).

Beitragsrückerstattungen auf gleichbleibend hohem Niveau
Trotz der deutlich höheren Schadenaufwendungen schüttet der BGV in diesem Jahr 7,6 Mio. Euro aus – genauso viel wie im Rekordjahr 2017. Diese Summe geht als Rückerstattungen an die Mitglieder des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbands und an die Versicherungsnehmer der BGV-Versicherung AG. „Unsere Mitglieder und Versicherungsnehmer profitieren so direkt von unserem Erfolg“, erklärte Prof. Edgar Bohn. „Eine Rückerstattung von Versicherungsbeiträgen bei gutem Geschäftsverlauf – das gibt es bei kaum einer anderen Versicherung in Deutschland.“

Kapitalanlagen weiter in herausforderndem Umfeld
Aufgrund der unverändert angespannten Lage an den Finanzmärkten ist und bleibt die Kapitalanlage herausfordernd. Der BGV konnte seinen Kapitalanlagebestand auf 934,3 Mio. Euro ausbauen (2017: 893,2 Mio. Euro). Die Nettoverzinsung lag bei 2,1 Prozent (2017: 2,4 Prozent), die Kapitalerträge belaufen sich auf 23,5 Mio. Euro (2017: 24,4 Mio. Euro).
Der BGV begegnet dem langanhaltend niedrigen Zinsniveau mit neuen Wegen in der Kapitalanlage. Ein Beispiel ist das Parkgebäude, das derzeit auf dem Gelände des BGV entsteht und als Mietobjekt langfristige Einnahmen generieren wird. Zum 1.1.2020 werden hier das Gesundheitsamt und Teile des Sozialdezernats des Landratsamtes Karlsruhe einziehen, das bereits jetzt schon Mieter von BGV-Gebäuden ist. Auch als Kreditgeber für ausgewählte Bauprojekte wie den Stadionneubau des SC Freiburg tritt der BGV auf.

Bilanzsumme erstmals über 1 Mrd. Euro
Das starke Beitragswachstum sorgt auch dafür, dass erstmals in der Geschichte des BGV die Bilanzsumme die Marke von 1 Mrd. Euro überschritten hat (1.001 Mio. Euro im Vergleich zu 947 Mio. Euro im Vorjahr). Das Eigenkapital konnte der BGV ebenfalls weiter ausbauen, und zwar von 177,0 Mio. Euro im Jahr 2017 auf 184,4 Mio. Euro im Jahr 2018. „Auch diese Kennzahl zeigt: Der BGV ist sehr solide aufgestellt und bietet seinen Kunden ein maximal hohes Maß an Sicherheit“, sagte Prof. Bohn.

Q1 2019: Weiteres Wachstum
Die positive Entwicklung des BGV setzte sich auch im ersten Quartal 2019 fort: Der Bestandsbeitrag wuchs um 7,2 Prozent auf 382,7 Mio. Euro an. In demselben Ausmaß stieg auch der Aufwand für Geschäftsjahresschäden. Grund hierfür ist der Schadenverlauf unter anderem in der Kfz- und der Haftpflichtversicherung. Auch die beiden Sturmtiefs „Bennet“ und „Eberhard“ hinterließen im Geschäftsgebiet große Schäden.

Pressemitteilung (PDF)

Ansprechpartner

Torben Halama
T 0721. 660-4617
E halama.torben@bgv.de

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