Sturmschäden und Niedrigzinsen forderten die Oldenburgische Landesbrandkasse und die Öffentliche Lebensversicherungsanstalt Oldenburg 2017. Der öf-fentlichrechtliche Regionalversicherer hat die Herausforderungen gut bewältigt.

„Mehrere Herbststürme mit erheblichen Schäden und die anhaltende Niedrigzinsphase haben uns im vergangenen Jahr kräftig herausgefordert. Aber wir haben diese Herausforderungen gut bewältigt und sind mit dem Geschäftsergebnis 2017 zufrieden“, berichtete der Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrich Knemeyer am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz in Oldenburg.

So konnte die Öffentliche Oldenburg – Oldenburgische Landesbrandkasse und Öffentliche Lebensversicherung Oldenburg – im vergangenen Jahr in einem schwierigen Versicherungsmarkt in ertragreichen Sparten wachsen. Dies gelte vor allem für die Sachversicherungen. Im Bereich der Wohngebäudeversicherung, in dem die Öffentliche Oldenburg Marktführer ist, wurden weitere Beitragszuwächse erzielt. Knemeyer führt die Erfolge vor allem auf die umfassende Betreuung der Kunden zurück. Man stehe zu dem flächendeckenden Geschäftsstellennetz mit etwa 80 Geschäftsstellen im Oldenburger Land und investiere ständig in die Standorte. Darüber hinaus besteht weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit der Landessparkasse zu Oldenburg als zentraler Vertriebspartner an ihrer Seite.

Früchte habe auch die Proklamation des Jahres 2017 zum Servicejahr getragen. „Nicht umsonst werden wir regelmäßig beim Wettbewerb TOP SERVICE Deutschland unter die kundenorientiertesten Dienstleister gewählt“, so Knemeyer. In der Oldenburger Zentrale und den Geschäftsstellen werden knapp 750 Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Bedingt durch ein rückläufiges Einmalbeitragsgeschäft in der Lebensversicherung sanken die Gesamt-Beitragseinnahmen der Öffentlichen Oldenburg 2017 um 4,8 Prozent auf 239,3 Millionen Euro. Knemeyer wies daraufhin, dass dieses Einmal-beitragsgeschäft immer starken Schwankungen unterworfen ist. Vor allem durch Strukturveränderungen in der Kraftfahrtversicherung sank der Bestand an Versicherungsverträgen leicht um 0,9 Prozent auf 992.337. Die Kapitalanlagebestände wuchsen um 1,8 Prozent auf 1,470 Milliarden Euro.

Landesbrandkasse: Weiteres Wachstum
Die Oldenburgische Landesbrandkasse (OLBK) legte 2017 in fast allen Sparten zu. Die höchsten Beitragszuwächse gab es in der Wohngebäudeversicherung (plus 4,8 Prozent), der Allgemeinen Unfallversicherung (plus 3,8 Prozent) und der Hausratversicherung (plus 2,9 Prozent). In der Kfz-Versicherung wurden Sanie-rungsmaßnahmen im Großkunden-Flottengeschäft fortgesetzt, um die Ertragskraft zu verbessern. Dies führte in der Kfz-Versicherung zu einem Beitragsrückgang um 0,8 Prozent. Insgesamt stiegen die Beitragseinnahmen der OLBK 2017 um 0,5 Prozent auf 161,8 Millionen Euro. Sturm war das Hauptthema auf der Schadenseite der OLBK. „Vor allem unter Sturm Xavier Anfang Oktober haben wir extrem gelitten; da lagen hier überall die Bäume flach“, stellte Knemeyer fest. Allein dieses Sturmereignis schlug bei der Öffentlichen Oldenburg durch Beschädigungen an Häusern, Autos und Beseiti-gungskosten mit 5,3 Millionen Euro zu Buche. Insgesamt erreichten die rund 5.700 Sturm- und Elementarschadenfälle bei der Öffentlichen 2017 den Rekord-wert von 12,6 Millionen Euro. Zwei Drittel der Sturmschäden wurden unbürokra-tisch von den Geschäftsstellen eigenständig vor Ort reguliert. „Damit haben wir einmal mehr bewiesen, dass Nähe die beste Versicherung ist“, stellte Knemeyer fest. Die Aufwendungen für Großschäden sanken um gut 20 Prozent auf 21,3 Mil-lionen Euro. Über alle Versicherungssparten summierte sich der Bruttoschaden-aufwand der Öffentlichen Oldenburg 2017 auf rund 124 Millionen Euro, eine Mil-lion Euro mehr als 2016. Die Schadenquote lag mit 77 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

Lebensversicherung: Umschwung zu neuen Produkten
„Die Öffentliche Oldenburg wird am Geschäftsmodell der Lebensversicherung festhalten“, beteuerte Knemeyer angesichts von gegenläufigen Bestrebungen in der Branche. „Wir stehen zu unseren Versprechen; einen Verkauf von Beständen wird es bei uns nicht geben.“ Die anhaltende Niedrigzinsphase erfordere allerdings eine andere Anlagestrategie und andere Produkte. „Dieser Umschwung zu kapitalmarktnahen Produkten ist uns erfolgreich gelungen. Anlagen in unserem eigenen Altersvorsorgefonds führen zu deutlich günstigeren Kosten für unsere Kunden.“ Neben der traditionell starken Säule der betrieblichen Altersvorsorge bei der Öffentlichen Leben konnte 2017 auch das Geschäft mit biometrischen Versicherungen, wie der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, ausgebaut wer-den. Rückläufig war der Absatz von Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag. Dies führte bei der Öffentlichen Lebensversicherungsanstalt Oldenburg 2017 ins-gesamt zu einem Rückgang der Beitragseinnahmen um 14,2 Prozent auf 77,5 Millionen Euro. Der Bestand an Lebensversicherungsverträgen blieb mit 111.594 (minus 0,2 Prozent) nahezu stabil. Die Summe aller Lebensversicherungsverträge stieg sogar um 3,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Insgesamt verwaltet die Öf-fentliche Leben 1,118 Milliarden Euro an Kapitalanlagen (plus 3,5 Prozent). Im vergangenen Jahr wurden für Versicherungsfälle, Ablaufleistungen und Rückkäu-fe 67,2 Millionen Euro an die Kunden ausgezahlt. „Unsere Kunden halten der Öffentlichen Leben die Treue. Das zeigt auch die sehr niedrige Stornoquote von 2,6 Prozent“, sagte Knemeyer. Er führt dies auch auf das Kundenbetreuungsmodell zurück, das jedem Kunden einen festen Ansprechpartner bei der Öffentlichen zuordnet. „So kann jeder Kunde optimal beraten wer-den und darauf aufbauend die richtigen Entscheidungen für sich treffen.“

Pressemitteilung (PDF)

Ansprechpartnerin

Pia Marie Schubert
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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