Die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) haben die Grenze von einer Million aktiven Versicherungsverträgen überschritten. Diese erfreuliche Entwicklung basiert auf einem weiteren Wachstum im vergangenen Jahr. Heute zog der Vorstand des einzigen Versicherers mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt eine Bilanz über das 27. Geschäftsjahr.

Die ÖSA Versicherungen, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehören, schützen Privatkunden und Gewerbebetriebe in Sachsen-Anhalt vor finanziellen Belastungen aufgrund von Sachschäden und Lebensrisiken. Als größter Kommunalversicherer im Land betreut die ÖSA auch sämtliche Landkreise und fast alle Städte und Gemeinden mit zusammen rund 15.000 kommunalen Objekten. Der regionale Versicherer verfügt über ein flächendeckendes Vertriebsnetz mit rund 100 ÖSA-Agenturen sowie allen Sparkassen im Land.

Zum Jahresende standen mehr als 1.006.000 aktive Versicherungsverträge zu Buche. Die Beitragseinnahmen betrugen 296,6 Mio. Euro und damit 1,8 Prozent mehr als im Jahr 2017. „Das ist eine stabile Entwicklung unter herausfordernden Bedingungen“, sagte ÖSA-Vorstandsvorsitzender Peter Ahlgrim. „Wir haben es nicht nur weiterhin mit einem anhaltend niedrigen Zinsniveau zu tun, das die Erwirtschaftung von Erträgen für die Versicherten immer schwieriger macht. Unter buchstäblich viel Gegenwind hat die ÖSA gegenüber ihren Kunden ihre Leistungsstärke und Zuverlässigkeit – insbesondere beim Sturmtief Friederike – bewiesen.“

Das zeigen auch die sogenannten Bedeckungsquoten von Risiken mit Eigenmitteln. Sie betrugen Ende 2018 bei der ÖSA Feuer 173 Prozent und bei der ÖSA Leben 356 Prozent. Das bedeutet, dass beide Unternehmen selbst unter extremen Belastungssituationen jederzeit die vertraglichen Leistungen für ihre Versicherten mehr als erfüllen können.

Die ÖSA beschäftigte Ende 2018 an ihren Standorten in Magdeburg und Halle rund 300 Mitarbeiter und bildete 13 Azubis sowie Studenten der Berufsakademie aus.

Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
Die ÖSA Feuer hatte Ende 2018 fast 729.000 Versicherungsverträge von der Haftpflichtpolice über den Schutz von Hausrat und Wohngebäude bis zur Kraftfahrzeugversicherung im Bestand. Die Beitragseinnahmen stiegen um 4,6 Prozent auf  142,5 Mio. Euro, der Zuwachs liegt damit über dem deutschen Marktdurchschnitt von 3,3 Prozent.

Seit dem Frühjahr 2018 bietet die ÖSA ihren privaten und gewerblichen Kunden auch Schutz gegen Schäden durch Internetkriminalität an. Die Nachfrage nach ÖSA Cyberschutz-Policen entwickelt sich bisher noch verhalten. „Der Risikoschutz vor Online-Kriminalität ist ein sehr spezielles und noch entwicklungsfähiges Feld“, so Vertriebsvorstand Rainer Bülow: „Jeder weiß um die Gefahren durch Hacker, aber viele verdrängen sie oder schätzen sie für sich selbst als nicht relevant genug ein, um sich dagegen abzusichern.“

Im Jahr 2018 leistete die ÖSA Feuerversicherung erneut für eine überdurchschnittlich hohe Summe an Schäden – der Schadenaufwand aus fast 60.000 Einzelschäden betrug ins-gesamt nahezu 100 Mio. Euro. Allein das Sturmtief Friederike im Januar 2018 verursachte innerhalb weniger Stunden rund 10.000 Einzelschäden in einer Gesamthöhe von rund 12,7 Millionen Euro – das ist sogar etwas mehr als genau elf Jahre zuvor bei Kyrill.

Die Schadenquote der ÖSA Feuer stieg damit auf 74,7 Prozent. Die für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens besonders wichtige Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) betrug 99,5 Prozent. Das heißt: Von 100 Euro Beitragseinnahmen wurden 99,50 Euro für Schäden sowie Betriebskosten ausgegeben, dem  Unternehmen verblieben lediglich 50 Cent versicherungstechnischer Gewinn.

Trotz dieser außerordentlichen Schadenbelastung erwirtschaftete die ÖSA Feuer im Geschäftsjahr 2018 ein ausgeglichenes Jahresergebnis. „Das ist unter diesen Bedingungen ein zufriedenstellendes Ergebnis“, sagte Vorstandsvorsitzender Ahlgrim: „Unsere allererste Aufgabe als öffentlicher Versicherer ist nicht die Erzielung hoher Gewinne, sondern dass wir die unseren Kunden versprochenen Leistungen erwirtschaften und sicher-stellen.“

Dazu trägt auch die weitere Erhöhung des Kapitalanlagebestands der ÖSA Feuer von vorjährlichen rd. 149 Mio. Euro auf rd. 152 Mio. Euro bei. Die Nettoverzinsung konnte auf 1,7 Prozent gesteigert werden.

Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt
Die Sachsen-Anhalter haben mit ca. 277.600 Verträgen für ihr Alter, gegen Krankheit, Berufsunfähigkeit und den Todesfall privat vorgesorgt. Während im Markt ein Rückgang bei der  An-zahl der Policen zu beobachten ist, konnte die ÖSA Leben ihren Bestand um 2,6 Prozent erhöhen.

Die gebuchten Beitragseinnahmen bewegten sich mit 154 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau. Während die laufenden Bei-träge der Kunden stiegen, sanken die Einmalbeiträge.

Die weiterhin geringe Stornoquote von 3,2 Prozent aller Verträge der ÖSA Leben zeigt, „dass sich die Sachsen-Anhalter ganz bewusst für eine private Vorsorge entscheiden, dass sie dazu bei unseren Vertriebspartnern kompetent beraten werden und mit den Produkten sowie Leistungen der ÖSA zufrieden sind“, sagte Vorstandsmitglied David Bartusch.

Rund 9.000 Sachsen-Anhalter haben mit Stand Ende 2018 mit einer ÖSA StrategieRente privat für ihr Alter vorgesorgt. Das ist ein Zuwachs von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Jahresbeginn 2019 kamen etwa 1.000 weitere Verträge hinzu. Mit einer solchen Police sind die Kunden direkt an der strategischen Kapitalanlage des Unternehmens beteiligt. Der steigende Zugriff auf diese Form der Altersvorsorge zeigt, was
die meisten Kunden heute erwarten: Renditechancen, ohne komplett auf Sicherheiten zu verzichten.

Erfreulich entwickelt sich auch die neue Produktgeneration ÖSA Einkommenssicherung. Seit ihrem Start im Mai 2018 wurden mehr als 1.400 Anträge eingereicht. Dabei gibt es die Wahlmöglichkeit zwischen der Rente der klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung und den Leistungen des neuen ÖSA Existenzschutz bei Verlust von Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören oder Laufen sowie im Fall schwerer Krankheiten, Unfälle und Pflege. Junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren können sich mit der ÖSA Start BU besonders günstig gegen den Verlust ihrer Arbeitskraft absichern. Vorstand Bartusch betonte, dass bei der Produktentwicklung ganz bewusst Wert auf eine deutlich höhere Versicherbarkeit gelegt wurde.

Im Jahr 2018 hat die ÖSA Leben Leistungen in Höhe von fast 72 Mio. Euro an ihre Versicherten ausgezahlt. Der größte Teil davon sind mit 51,5 Mio. Euro Lebensversicherungen. Hinzu kommen u.a. 13,1 Mio. Euro Todesfallleistungen, 3,5 Mio. Euro Altersrenten und 1,3 Mio. Euro Berufsunfähigkeitsrenten.

Die Kapitalanlagen der ÖSA Leben erhöhten sich auf ca. 1,3 Milliarden Euro. Damit wurde wie im vorausgegangenen Jahr eine Nettoverzinsung von  2,9 Prozent erwirtschaftet.

Von den erwirtschafteten Erträgen erhielten die Versicherungsnehmer zusammen 9,2 Mio. Euro Überschussbeteiligung gutgeschrieben. 11,3 Mio. Euro legte das Unternehmen in die Zinszusatzreserve, mit der zukünftige Garantieverpflichtungen in den Verträgen vorfinanziert und damit gesichert werden. Der Jahresüberschuss der ÖSA Leben beträgt 1,5  Mio. Euro.

Ausblick: Digitale Chancen nutzen, persönliche Beratung stärken

Die ÖSA nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung, um ihre Geschäftsprozesse zu vereinfachen und insbesondere die Schnittstelle zu ihren Kunden weiter zu verbessern. So wurde mit dem Aufbau eines elektronischen Kundenportals begonnen: Versicherungsnehmer erhalten jetzt auf Wunsch ihre Post von der ÖSA in einem E-Postfach und speichern sie dort papierlos. In ihrer ÖSA-Agentur können die Kunden Versicherungsanträge mit der elektronischen Unterschrift unterzeichnen, was den Vertragsabschluss beschleunigt.

„Wir stärken unseren stationären Vertrieb mit digitalen Instrumenten vor allem an der Schnittstelle zum Kunden“, so Vertriebsvorstand Bülow. „Das ersetzt nicht den persönlichen Berater in der ÖSA-Agentur oder Sparkasse, aber gibt unseren Vertriebspartnern neue Möglichkeiten und mehr Freiraum für den aktiven Kundenkontakt über verschiedene Kanäle.“

Der Einsatz künstlicher Intelligenz wird in absehbarer Zukunft zu einem Wandel der Arbeit in der Versicherungsbranche führen. Maschinen werden Standard- und Massenverarbeitungsprozesse übernehmen und ermöglichen damit dem Mitarbeiter mehr Zeit für komplexere Aufgaben. „Deshalb fordern und fördern wir die Qualifizierung der Mitarbeiter für Fähigkeiten, die wir künftig in der digitalen Arbeitswelt brauchen werden“, betont Vorstandsvorsitzender Ahlgrim.

Die ÖSA bleibt ein verlässlicher Arbeitgeber für die Region. Sie setzt im Land den gesellschaftlichen Auftrag ihrer Gründer, des Landes Sachsen-Anhalt, um: guten und günstigen Versicherungsschutz für alle Landesbewohner, die Wirtschaft und die Kommunen zu gewähren.

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier (PDF)
Eine Übersicht über die Kennzahlen finden Sie hier (PDF)

Ansprechpartnerin

Ute Semkat
Pressesprecherin
T 0391. 7367-104
E ute.semkat@oesa.de

 

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