In einem anspruchsvollen Marktumfeld sind die Öffentlichen Versicherungen Sachsen- Anhalt (ÖSA) im Jahr 2017 weiter gewachsen. Heute zog der Vorstand des einzigen Versicherers mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt eine Bilanz über das 26. Geschäftsjahr. Wirtschaftsfaktor in und für Sachsen-Anhalt.“ Mit einer weiteren Eigenkapitalstärkung hat die ÖSA ihre Handlungssicherheit auch für die Zukunft gefestigt. Die nach Forderungen des Versicherungsaufsichtssystems Solvency II errechneten Bedeckungsquoten von Risiken mit Eigenmitteln betrugen Ende 2017 bei der ÖSA Leben 261 Prozent und bei der ÖSA Feuer 156 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass die ÖSA selbst im Fall extremer Belastungssituationen die vertraglichen Leistungen für ihre Versicherten jederzeit erfüllen kann.

Die ÖSA Versicherungen, die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehören, betreuten Ende 2017 landesweit fast eine Million Verträge von Privatkunden, Kommunen und Gewerbebetrieben. Die Beitragseinnahmen stiegen zum Vorjahr auf mehr als 291 Millionen Euro, das sind 2,9 Prozent Zuwachs. Im deutschen Branchendurchschnitt lag das Wachstum bei 1,7 Prozent.

Diese erfreuliche Entwicklung vollzog sich unter herausfordernden Bedingungen: „Die Versicherungsbranche steht vor immer mehr gesetzlichen Anforderungen an Risikomanagement, Kapitalausstattung, Transparenz, Daten- und Verbraucherschutz“, sagte ÖSA-Vorstandsvorsitzender Peter Ahlgrim: „Hinzu kommt das fortdauernde Zinstal. Trotz niedrigster Zinsen konnten wir 2017 auskömmliche Kapitalerträge und Überschüsse für unsere Versicherten erwirtschaften.“

Sachsen-Anhalt war im vergangenen Jahr außerdem von extremen Unwettern mit sehr hohen Schäden betroffen. Sie belasteten das versicherungstechnische Ergebnis der ÖSA Feuer. „Bei all diesen Anforderungen hat die ÖSA erneut gezeigt, dass sie gut aufgestellt, leistungsstark und zuverlässig ist“, betonte Vorstandsvorsitzender Ahlgrim: „Wir sind und bleiben ein stabiler Wirtschaftsfaktor in und für Sachsen-Anhalt.“

Mit einer weiteren Eigenkapitalstärkung hat die ÖSA ihre Handlungssicherheit auch für die Zukunft gefestigt. Die nach Forderungen des Versicherungsaufsichtssystems Solvency II errechneten Bedeckungsquoten von Risiken mit Eigenmitteln betrugen Ende 2017 bei der ÖSA Leben 261 Prozent und bei der ÖSA Feuer 156 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass die ÖSA selbst im Fall extremer Belastungssituationen die vertraglichen Leistungen für ihre Versicherten jederzeit erfüllen kann.

Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
Die ÖSA Feuer hatte Ende 2017 fast 726.000 Versicherungsverträge von der Haftpflichtpolice über den Schutz von Hausrat und Wohngebäude bis zur Kraftfahrzeugversicherung im Bestand. Die Beitragseinnahmen stiegen um 3,3 Prozent auf mehr als 136 Mio. Euro.

Die Kunden der ÖSA meldeten 2017 mehr als 62.000 Einzelschäden  (2016: rd. 53.000). Der Schadenaufwand betrug 89,4 Mio. Euro – das sind rund 20,5 Mio. Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Schadenquote stieg auf fast 70 Prozent (2016: 55 Prozent). Die für den wirtschaftlichen Erfolg entscheidende kombinierte Schaden-Kosten-Quote der ÖSA Feuer – das Verhältnis der Aufwendungen zu den Beitragseinnahmen – kletterte auf fast 94 Prozent.

Besonders die Sturmtiefs Paul, Herwart und Xavier im Juni und Oktober 2017 sowie das von Starkregen verursachte Juli- Hochwasser in der Harzregion ließen die Versicherungsleistungen enorm ansteigen. Allein diese vier Wetterextreme mit ihrer Schadenhäufung – sogenannte Kumulereignisse – verursachten gut ein Sechstel des ganzjährigen Schadenaufwandes über alle Sachsparten.

Mit einem Kapitalanlagebestand von ca. 149 Mio. Euro konnte die ÖSA Feuer eine Nettoverzinsung von 1,2 Prozent leicht über Vorjahresniveau erwirtschaften. Der Bilanzgewinn betrug 1,2 Mio. Euro.

Öffentliche Lebensversicherung Sachsen-Anhalt
Die Sachsen-Anhalter haben mit rund 271.000 Verträgen für ihr Alter, gegen Krankheit, Berufsunfähigkeit und den Todesfall privat vorgesorgt. Die Gesamtversicherungssumme erhöhte sich auf ca. 3,9 Milliarden Euro. Während sich der deutsche Markt der Lebensversicherer 2017 leicht unter Vorjahreshöhe bewegte, sind die gebuchten Beitragseinnahmen bei der ÖSA Leben um 2,5 Prozent auf gut 155 Mio. Euro gestiegen.

Davon flossen mehr als 37 Mio. Euro in Verträge der neuen ÖSA StrategieRente. Für diese im März 2016 eingeführten privaten Altersvorsorgeprodukte, die sich langfristig durch höhere Renditeaussichten gegenüber Versicherungen mit Garantiezins auszeichnen, hatten sich bis Ende 2017 gut 5.700 Menschen aller Altersgruppen in Sachsen-Anhalt entschieden, seit Jahresbeginn sind weitere 1.600 Versicherter hinzugekommen. „Bei wachsendem Neugeschäft zeigt die weiterhin niedrige Stornoquote von 3,1 Prozent aller Verträge, dass die Kunden ihre private Vorsorge ganz bewusst planen und dass sie mit den Produkten sowie Leistungen der ÖSA zufrieden sind“, sagte Vorstandsmitglied David Bartusch.

Im Jahr 2017 hat die ÖSA Leben Leistungen in Höhe von rd. 69 Mio. Euro an ihre Versicherten ausgezahlt. Der größte Teil davon – rd. 51 Mio. Euro – waren Lebensversicherungen. Hinzu kommen zehn Mio. Euro Todesfallleistungen, ca. drei Mio. Euro Renten sowie 1,3 Mio. Euro Leistungen aufgrund von Berufsunfähigkeit.

Die Kapitalanlagen der ÖSA Leben erhöhten sich auf fast 1,27 Milliarden Euro. Damit wurde wie im vorausgegangenen Jahr eine Nettoverzinsung von 4,0 Prozent erwirtschaftet.

Die Zinszusatzreserve ist erneut deutlich erhöht worden und beträgt jetzt 69 Mio. Euro (2016: 47 Mio.) Mit diesem bilanziellen Risikopuffer kann das Unternehmen auch bei Niedrigstzinsen seine hohen Garantiezusagen aus vergangenen Jahren jederzeit erfüllen.

Der Jahresüberschuss der ÖSA Leben beträgt 2,1 Mio. Euro gegenüber 1,1 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Wachsende Nachfrage nach Pflegezusatzversicherungen
Über die Union Krankenversicherung (UKV), die drittgrößte private Krankenversicherungsgruppe in Deutschland, bietet die ÖSA ihren Kunden private Kranken- und Pflegeversicherungen an. Die Summe der UKV-Policen in Sachsen-Anhalt stieg im Vorjahr um fünf Prozent und überschritt damit eine Million Euro. Im Neugeschäft 2017 zog besonders die Nachfrage nach einer Pflegezusatzversicherung an, in diesem Segment erhöhte sich das Beitragsvolumen um vier Prozent.

„Die zusätzliche private Absicherung von Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung ist ein Wachstumsmarkt und wird auch künftig weiter an Dynamik gewinnen“, so ÖSA-Vorstandsvorsitzender Peter Ahlgrim. Die ÖSA bietet diese Leistung auch im Rahmen des neuen S-Gesundheitsbündels im Sparkassenvertrieb an. Auch die Reiseversicherungen der UKV haben um 44 Prozent deutlich zugelegt.

Ausblick: Digitale Chancen nutzen, persönliche Beratung stärken
Die ÖSA nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung, um ihre Geschäftsprozesse zu vereinfachen und damit auch die Schadenbearbeitung im Interesse der Versicherungsnehmer zu beschleunigen. Kunden können Schäden auch per E-Mail melden und mit dem ÖSA-Kundendienst-Center chatten.

„Wir stärken unseren stationären Betrieb mit digitalen Instrumenten, damit uns unsere Kunden über alle Kommunikationskanäle erreichen können“, sagte Vorstandsvorsitzender Ahlgrim. „Unser erster und wichtigster Vertriebsweg bleiben auch in Zukunft die rund 100 Agenturen und Geschäftsstellen der ÖSA sowie die regionalen Sparkassen als unsere wichtigen Kooperationspartner. Die Stärke der ÖSA liegt darin, dass sie landesweit vor Ort für ihre Kunden erreichbar ist. Kein einziges Fintech besitzt diese hohe Marktdurchdringung.“

Auf neue Risiken durch kriminelle Aktivitäten im Internet reagiert die ÖSA mit einer zu Jahresbeginn gestarteten neuen Produktfamilie: Die Cyberschutz-Police für Privatpersonen und Gewerbebetriebe erweitert den Versicherungsschutz für das eigene Hab und Gut sowie bei Haftpflichtschäden um Leistungen bei Online-Kriminalität.

„Wir sind Teil des gesellschaftlichen Lebens im Land und stellen für neue Risiken bedarfsgerechte Produkte bereit“, betont Peter Ahlgrim und blickt voraus: „Mit unserer soliden Risikovorsorge und Kapitalanlagestrategie, mit der Digitalisierung von Prozessen sowie mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Kostenquoten sind wir zukunftssicher aufgestellt. Auf fester wirtschaftlicher Basis bleiben wir ein verlässlicher Partner für unsere Kunden.“

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier (PDF)
Eine Übersicht über die Kennzahlen finden Sie hier (PDF)

Ansprechpartnerin

Ute Semkat
Pressesprecherin
T 0391. 7367-104
E ute.semkat@oesa.de

 

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