• Kunden vertrauen der SV – Starkes Wachstum durch beste Neugeschäftsergebnisse nach 2004
  • Fondsgebundene Versicherungen mit dynamischer Entwicklung
  • Unwetter führen zu hohen Schadenaufwendungen und Diskussion über Zukunft der Elementarschadenversicherung

Stuttgart, 23. Februar 2022: Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie hat die SV SparkassenVersicherung (SV) ein sehr gutes und marktüberdurchschnittliches Wachstum erreicht. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die besten Neugeschäftsergebnisse in der Schaden-/Unfall- und Lebensversicherung nach 2004. „Unser starkes Wachstum zeigt, dass wir mit unserem Geschäftsmodell richtig liegen. Unsere regionale Nähe über unsere Außendienstpartner und Filialen der Sparkassen schafft Vertrauen und erleichtert gleichzeitig die digitale Nähe. So erfüllen wir die Anforderungen unserer zunehmend hybriden Kunden und setzen den erfolgreichen Wachstumskurs der letzten Jahre fort“, sagt Dr. Andreas Jahn, Vorstandsvorsitzender der SV.

Die gesamten Beitragseinnahmen des SV Konzerns stiegen nach vorläufigen Zahlen um 11,8 Prozent auf 3,89 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,48). Maßgeblich hierzu beigetragen haben die sehr guten Neugeschäftsergebnisse in der Schaden-/Unfallversicherung und Lebensversicherung. Die 2020 neu gegründete SV SparkassenVersicherung Pensionsfonds AG hat mit 216,5 Millionen Euro (56,3) zum Wachstum beigetragen. Aber auch ohne das Pensionsfondsgeschäft sind die gebuchten Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft (saG) stark um 7,3 Prozent auf 3,67 Milliarden Euro (3,42) gestiegen. Der Markt ist um 1,1 Prozent gewachsen, ohne die wachstumsstarke Krankenversicherung läge der Wert sogar nur bei 0,2 Prozent.

Lebensversicherung bleibt unverzichtbar
„Trotz eingeschränkter Kontakte im zweiten Pandemiejahr haben wir unsere Kun- den von der Notwendigkeit privater und betrieblicher Altersvorsorge sowie der Sicherheit und Stabilität der SV Lebensversicherung AG überzeugen können,“ führt Jahn aus. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung (ohne Pensionsfonds) stiegen um 11,5 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro (1,73), während der Markt einen Prämienrückgang um 1,4 Prozent zu verkraften hatte. Mit 3,30 Milliarden Euro (2,90) konnte das Neugeschäft nach Beitragssumme um 13,8 Prozent auf den besten Wert nach 2004 gesteigert werden. Die Einmalbeiträge stiegen 2021 um 25,2 Prozent auf 937,0 Millionen Euro (748,5). Auch bei den laufenden Beiträgen konnte das Neugeschäft um 9,8 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro (2,15) deutlich ausgebaut werden.

Jahn: „Die Menschen schätzen die Sicherheit einer langfristigen und verlässlichen Vorsorge. Sie bleiben der Lebensversicherung treu und vertrauen uns, denn keine andere Form der Altersvorsorge bietet eine lebenslange Rentenzahlung. Das zeigen neben dem starken Neugeschäft auch die geringeren Kündigungen und Beitragsfreistellungen.“ Die Stornoquote nach laufenden Beiträgen hat 2021 mit 3,93 Prozent (4,97) wieder ein normales Niveau erreicht; 2020 kam es infolge wirtschaftlicher Auswirkungen der Pandemie marktweit und auch in der SV zu vermehrten Beitragsfreistellungen, insbesondere in der betrieblichen Altersvorsorge. Viele Verträge wurden im Laufe des Jahres 2021 wieder in Kraft gesetzt.

Fondsgebundene Versicherungen mit dynamischer Entwicklung
Sowohl bei den Einmalbeiträgen als auch im ratierlichen Vorsorgegeschäft haben fondsgebundene Produkte maßgeblich zum Wachstum beigetragen. Insgesamt hat sich das Neugeschäft nach Beitragssumme bei den fondsgebundenen Versicherungen auf 774,2 Millionen Euro mehr als verdoppelt (348,0). Der mit Abstand größte Anteil entfiel auf die 2018 neu entwickelte VermögensPolice Invest, bei der die Kunden mittlerweile aus 78 Fonds wählen, und so je nach Präferenz und Risikoneigung ihre eigene Anlagestrategie festlegen können. Eine zunehmende Rolle spielen hierbei auch nachhaltige Anlagen.

Garantieprodukte mit attraktiver Überschussbeteiligung
„Fondsgebundene Versicherungen sind generell und besonders im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld für viele Kunden die richtige Wahl. Aber auch Kunden, die Produkte mit Garantien bevorzugen, können wir aufgrund unserer soliden und sicheren Aufstellung attraktive Konditionen bieten“, führt Jahn aus. So hält die SV die Überschussbeteiligung ihrer Lebens- und Rentenversicherungen für das Jahr 2022 stabil und bietet bei laufender Beitragszahlung weiterhin eine Gesamtverzinsung von 2,30 Prozent.

Betriebliche Altersversorgung weiter auf Wachstumskurs
Knapp 30 Prozent des gesamten Lebensversicherungsgeschäfts (ohne Pensionsfonds) erzielte die SV mit Produkten der betrieblichen Altersversorgung. Die Beitragssumme in diesem Geschäftsfeld stieg auf 942,6 Millionen Euro (928,9). Jahn: „Wir sind in der betrieblichen Altersversorgung führend unter den öffentlichen Versicherern und auch darüber hinaus ein bedeutender Akteur. Seit vielen Jahren haben wir dieses Geschäftsfeld kontinuierlich ausgebaut und unsere Produkte und Prozesse weiterentwickelt. Das zahlt sich aus.“ SV Pensionsfonds erfolgreich gestartet Im April 2020 wurde die SV SparkassenVersicherung Pensionsfonds AG gegründet, um Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe und auch weiteren Kunden eine effiziente Verwaltung ihrer Pensionsverpflichtungen mit attraktiver und maßgeschneiderter Kapitalanlage anbieten zu können. Nach einer ersten Auslagerung im Jahr 2020 konnte der SV Pensionsfonds 2021 weitere Geschäfte akquirieren. In seinem ersten vollständigen Geschäftsjahr leistete der Pensionsfonds mit 216,5 Millionen Euro (56,3) einen wichtigen Beitrag zu den gesamten Prämieneinnahmen der SV.

SV erzielt Rekordneugeschäft in der Schaden-/Unfallversicherung
Auch bei ihrem Schaden-Unfallversicherer verzeichnet die SV ein sehr gutes und über dem Markt liegendes Wachstum. Ursächlich hierfür war das stärkste Neugeschäft der SV-Historie, das mit 112,5 Millionen Euro (107,6) um 4,6 Prozent gesteigert werden konnte. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im selbst abgeschlossenen Geschäft um 3,0 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro (1,70). Damit ist die SV 2021 deutlich stärker gewachsen als der Markt, der nach vorläufigen Zahlen um 2,2 Prozent zulegte. Das Wachstum erstreckt sich auf fast alle Sparten. Alle Vertriebswege – Außendienst, Sparkassen und Makler – haben ihre Produktion gegenüber dem Vorjahr steigern können. Unwetterschäden führen zu deutlich erhöhten Schadenaufwendungen Die gesamten Schadenaufwendungen im selbst abgeschlossenen Geschäft sind im Vergleich zum Vorjahr um 35,5 Prozent auf 1.549,5 Millionen Euro (1.143,2) gestiegen, was maßgeblich auf die Unwetter im Sommer sowie einige Großschadenereignisse zurückzuführen ist. Mit einem Aufwand von 407,7 Millionen Euro (123,6) war 2021 nach Elementarschäden das drittschlechteste Jahr nach dem Orkan „Lothar“ im Jahr 1999 und dem Hagelereignis „Andreas“ 2013.

Die bilanzielle Schaden-Kostenquote lag mit 102,1 Prozent (84,3) über dem Vorjahr auf dem erwarteten Niveau des Marktes von ebenfalls 102 Prozent. Infolgedessen sank das versicherungstechnische Bruttoergebnis saG auf -60,4 Millionen Euro nach 223,4 Millionen Euro im sehr guten Vorjahr. Hier zeigt sich die große Bedeutung von Elementarschäden für die SV Gebäudeversicherung. Im Nettoergebnis weist die SV dagegen eine deutlich höhere Ergebnisstabilität auf. So konnten durch das bewährte Rückversicherungsprogramm die Mehrbelastungen weitgehend aufgefangen werden, was letztlich zu einem Jahresüberschuss von 84,8 Millionen führte, der sogar leicht über dem Vorjahr (83,1) liegt.

SV baut Dienstleisternetzwerk aus
„Damit was passiert, wenn was passiert! Das ist uns wichtig. Kunden wollen im Schadenfall nicht nur eine Geldleistung erhalten. Es geht um konkrete Hilfe, beispielsweise durch Vermittlung von Handwerkern oder die Beschaffung von Trocknungsgeräten. Gerade durch unser Schadenmanagement differenzieren wir uns von unseren Wettbewerbern. Unsere Mitarbeiter*innen ziehen die Gummistiefel an und gehen raus zum Kunden, wenn Wasser im Keller oder gar im Wohnzimmer steht. So helfen wir unseren Kunden schnell und unkompliziert. Das macht den Unterschied,“ ist Jahn überzeugt.

Entsprechend hat die SV ihr Handwerkernetzwerk die letzten Jahre kontinuierlich ausgebaut, um so ihren Kunden Kapazitäten von qualifizierten Handwerksbetrieben zu fairen Preisen anbieten zu können. Im letzten Jahr ist die SV mit dem Erwerb der BTS Schadensanierung GmbH & Co. KG in  Kassel den nächsten Schritt gegangen, um dauerhaft diesem Anspruch gerecht zu werden. Mit weiteren Schadensanierungsunternehmen in anderen Regionen des Geschäftsgebiets ist die SV im Gespräch.

SV bereit für neue Wege in der Elementarschadenversicherung
Die Unwetterfront „Bernd“ war mit 8,2 Milliarden Euro der mit Abstand größte versicherte Elementarschaden in Deutschland; bis dahin hatten die Hochwasser 2002 die Liste der teuersten Elementarereignisse angeführt. Aufgrund der nach wie vor niedrigen Verbreitung von umfassenden Elementarschadenversicherungen setzte reflexartig wieder eine Diskussion über die Notwendigkeit einer Pflichtversicherung ein, denn nicht einmal jedes zweite Haus in Deutschland ist gegen die sogenannten erweiterten Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdbeben, Erdsenkungen und Erdrutsch versichert. Lediglich in Baden-Württemberg liegt der Anteil bei über 90 Prozent.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat im Herbst letzten Jahres ein Gesamtkonzept vorgestellt, das neben der Risikotragung auch die Aufklärung und Prävention umfasst und ein Zusammenwirken von Bund, Ländern, Kommunen, Hauseigentümern, Kreditwirtschaft, Mietern und Versicherern erfordert. „Die umfassende Versicherung gegen Elementargefahren muss das gemeinsame Ziel von Politik und Versicherungswirtschaft sein, nicht aber durch Einführung einer Pflichtversicherung, die rechtlich zweifelhaft und organisatorisch extrem aufwändig ist. Als ehemaliger Monopolversicherer in Baden-Württemberg und zweitgrößter Gebäudeversicherer Deutschlands haben wir intensiv an dem Alternativkonzept der Branche mitgewirkt. Dieses würde kurzfristig wirken und weiter bezahlbaren Versicherungsschutz auf einer marktwirtschaftlichen Basis bieten“, so Jahn.

SV ist Teil des Naturkatastrophenpools der öffentlichen Versicherer
Fast jedes dritte Wohngebäude in Deutschland ist bei den öffentlichen Versicherern versichert. Aus dieser Position heraus haben die öffentlichen Versicherer nicht nur aktiv am Branchenkonzept mitgewirkt, sondern sind auch mit der Einrichtung eines Naturkatastrophen-Schadenpools einen weiteren Schritt gegangen. Seit Anfang Januar bieten sie untereinander Deckung bis zu einer halben Milliarde Euro für sehr seltene Extremereignisse als Ergänzung zu ihren individuellen Rückversicherungsprogrammen. Diese Maßnahme unterstützt die öffentlichen Versicherer dabei, weiterhin umfassenden Versicherungsschutz für Elementarschäden zu bezahlbaren Preisen anbieten zu können.

Gutes Kapitalanlageergebnis in volatilen Märkten
Die SV erzielte zudem gute Kapitalanlageergebnisse in volatilen Zeiten. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen ohne Erträge und Aufwendungen der fondsgebundenen Versicherungen stieg auf 779,4 Millionen Euro (687,9). Der Kapitalanlagebestand des Konzerns stieg um 3,3 Prozent auf 27,15 Milliarden Euro (26,28). Dabei hat die SV Lebensversicherung eine Nettoverzinsung von 2,9 Prozent (2,9) erwirtschaftet. Die stillen Reserven der SV Lebensversicherung sanken infolge des Zinsanstiegs auf 3.421,2 Millionen Euro (4.168,4), was einer Reservequote von 14,9 Prozent (18,8) entspricht. Bei der SV Gebäudeversicherung konnten die stillen Reserven auf 712,5 Millionen Euro (665,5) gesteigert werden, die Reservequote liegt dort bei 20,1 Prozent (19,4). Die Nettoverzinsung der SV Gebäudeversicherung lag bei 2,0 Prozent (2,1). Diese Kapitalanlageergebnisse spiegeln die hohe Stabilität des SV Konzerns und seiner Gesellschaften wider, die auch in der überdurchschnittlichen Bedeckung unter Solvency II zum Ausdruck kommt.

SV ist nachhaltiger Kapitalanleger
Die SV legt einen Schwerpunkt auf den kontinuierlichen Ausbau der Nachhaltigkeit ihrer Kapitalanlagen. Seit 2019 ist der Versicherer Mitglied der Investoren- Initiative PRI (Principles for Responsible Investment) und bekennt sich dadurch zu den Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren. Die SV baut die Quote der direkten nachhaltigen Investments wie beispielsweise in Infrastruktur, Wald und erneuerbare Energien kontinuierlich aus. 2021 hat die SV bereits 898,4 Millionen Euro (752,0), das sind rund 2,9 Prozent ihrer Kapitalanlagen, dort angelegt. Jahn: „2021 sind wir als erster öffentlicher Versicherer Deutschlands dem Klimabündnis Net Zero Asset Owner Alliance (NZAOA) beigetreten. Damit sind wir Teil eines Netzwerks der weltweit größten Kapitalanleger.“ Die SV bekennt sich mit ihrer Kapitalanlagestrategie zu dem im Pariser Klimaschutzabkommen festgeschriebenen Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen und die Finanzmittelflüsse sukzessive mit den Klimazielen in Einklang zu bringen.

 

Die Pressemeldung finden Sie hier (PDF)

Kontakt
Christoph Jag
Pressesprecher
T 0711. 898-48221
E mailto:christoph.jag@sparkassenversicherung.de

Stefanie Rösch
T 0711. 898-48222
E mailto:stefanie.roesch@sparkassenversicherung.de

 

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